Blick hinter die Kurskulissen

Wie bereiten sich die Kursleitenden der FAU-Weiterbildungsangebote auf ihre Seminare vor, welche Fragen beschäftigen sie davor und danach? Vier Kursleitende berichten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen – und warum sie sich auf ihre Kurse bei FAU jeweils besonders freuen.


Michael Zimmermann, Kursleiter «Interviewtraining»
Michael Zimmermann, Kursleiter «Interviewtraining»

«Manchmal ist Improvisationstalent gefragt, gelegentlich müssen Wogen geglättet werden.»

Ein Buchhalter, eine Vertriebsleiterin, ein Projektmanager, ein CEO, ein Kaufmann FH, eine Marketing- & Kommunikations-Fachfrau, eine Business-Projektleiterin und ein Consultant ICT – drei Frauen, fünf Männer: Das sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines von 13 Interviewtrainings, die ich pro Jahr im Rahmen der FAU-Weiterbildungen durchführe.

Wenn ich die Liste der Kursteilnehmenden erhalte, stellt sich schon eine gewisse Vorfreude ein, denn es ist jeweils eine spannende Mischung verschiedener Berufe aus unterschiedlichen Branchen und vor allem einzigartiger Biografien, die mich erwartet. Wenn von den Teilnehmenden dann die kompletten Bewerbungsunterlagen für eine bestimmte Stelle eintreffen, konkretisiert sich das Bild. Nach einer gründlichen

Sichtung der Unterlagen bereite ich die individuellen Interviews vor.

Wie der Name sagt, handelt es sich bei dem zweitägigen Kurs um ein Training, das heisst, ich führe mit jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer ein Übungsinterview, das mit einer Videokamera aufgezeichnet wird und bei dem die anderen Kursteilnehmenden anwesend sind. Bei den Interviews ist mir wichtig, eine möglichst authentische Situation zu schaffen und den Teilnehmenden realistische Fragen zu stellen. Mittlerweile führe ich den Kurs seit sieben Jahren durch, und vieles läuft intuitiv: Ich versuche immer, auf die Fragen, Themen und Anliegen der Teilnehmenden einzugehen. Manchmal ist Improvisationstalent gefragt, gelegentlich müssen Wogen geglättet werden. In solchen Momenten helfen die Erfahrung und auch eine Prise Humor.

Nach dem zweiten Kurstag bin ich erst einmal ziemlich platt und leer. Auf dem Heimweg lese ich im Zug ein Buch oder eine Zeitschrift und gewinne Abstand. Am Abend lasse ich die beiden Tage Revue passieren. Was ist gut gelaufen, was kann ich verbessern, was will ich das nächste Mal anders machen? Und dann kommt irgendwann eine Mail: «Der von dir gehaltene Kurs war sehr hilfreich. Letzten Donnerstag hatte ich ein Bewerbungsgespräch, das auf Englisch gehalten wurde – und erfolgreich verlief! » Das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

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