Blick hinter die Kurskulissen

Wie bereiten sich die Kursleitenden der FAU-Weiterbildungsangebote auf ihre Seminare vor, welche Fragen beschäftigen sie davor und danach? Vier Kursleitende berichten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen – und warum sie sich auf ihre Kurse bei FAU jeweils besonders freuen.


Joanes Thom, Kursleiter «Erfolg durch innere Stärke»
Joanes Thom, Kursleiter «Erfolg durch innere Stärke»

«Mit ihren Inputs formen und bereichern die Teilnehmenden den Kurs wesentlich.»

Innere Stärke ist die Fähigkeit, sich von der Achterbahn des Lebens nicht umwerfen zu lassen. In meinem Kurs «Erfolg durch innere Stärke» geht es darum, herausfordernde Lebenssituationen aus einem konstruktiven Blickwinkel zu betrachten. Das Denken in Lösungen statt in Problemen wird gefördert. Die Teilnehmenden setzen sich mit ihrem erwünschten mentalen Zustand auseinander und lernen verschiedene Vorgehensweisen zur Stärkung ihrer Selbstfürsorge kennen. Wer mental fit ist, kann sein Leben und seine Stellensuche erfolgreicher gestalten – «Hilfe zur Selbsthilfe» lautet mein Kursmotto.

Ich vertrete ein humanistisches Menschenbild und glaube an die Autonomie des Individuums. Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Authentizität und Wertschätzung sind zentrale Werte meiner Arbeit mit Menschen. Mein Bildungsverständnis ist geprägt von Eigenverantwortung sowie selbstgesteuertem, lebensnahem Lernen.

Oft werde ich gefragt, ob es mir nicht langweilig wird, den gleichen Kurs wiederkehrend zu geben. Diese Frage kann ich mit einem klaren Nein beantworten.

Nach dem Kurs ist vor dem Kurs. Ein Kurs ist ein Zyklus, der aus Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung besteht und nie identisch abläuft. Gerade das finde ich das Spannende an meiner Arbeit. Nach- und Vorbereitung liegen für mich nahe beieinander. Rückmeldungen und meine eigenen Empfindungen nach einem

Kurs reflektiere ich selbstkritisch und versuche, diese pragmatisch einzuordnen. Alle Wünsche umzusetzen, würde den Zeitrahmen sprengen. Mit dem Bewusstsein, dass eine neue Kursgruppe andere Erwartungen und Bedürfnisse sowie ihre eigene Dynamik haben wird, nutze ich Feedbacks als Varianten und Inventar, die ich

situationsgegeben abrufen kann. Das ermöglicht mir, Kurse nicht stereotypisch abzuhalten, sondern lebendig und abwechslungsreich zu gestalten. Das eigentliche Kursgeschehen ist jeweils ein Abbild der bisherigen Entwicklung und von dem, was der Moment zulässt.

Der Kurs wurde zwar von mir konzipiert, jedoch haben ihn die Teilnehmenden mit ihren Inputs wesentlich geformt und bereichert, sei es durch Büchertipps, Bewältigungsstrategien oder persönliche Erfahrungen. Dieses Zusammenspiel schätze ich sehr, weil ich es als Winwin-Situation betrachte.

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