«Wir haben neugierig und offen auf die neue Situation reagiert»

Mit dem Lockdown ab Mitte März 2020 stand in der Schweiz auf einen Schlag fast alles still – aber nicht bei FAU. Sowohl Mitarbeitende wie Teilnehmende mussten sich in kürzester Zeit neu organisieren und auf Homeoffice und Online umstellen. Genau in diesen Tagen trat Bettina Hollenstein ihre neue Position als Bereichsleiterin ALV Projekte an. Wie sie diese Zeit und ihr erstes Jahr als Bereichsleiterin erlebte und was sie im Rückblick mit Stolz erfüllt.


Bettina Hollenstein, Bereichsleiterin ALV Projekte

Wenn ich an meinen Einstieg als Bereichsleiterin denke, war der 16. März 2020 sehr prägend. Der Bundesrat hat die «ausserordentliche Lage» erklärt. Ich sehe noch das Bild vor mir, wie wir die Mitarbeitenden und Teilnehmenden informierten, dass wir die Türen der FAU-Standorte vorübergehend schliessen. Auch für die Coaches galt per sofort Homeoffice und Online-Coaching. Innerhalb von zwei Stunden war kein Leben mehr in  den FAU-Räumlichkeiten. Keine Teilnehmenden, die diskutieren, arbeiten und lachen, keine Coaches und Mitarbeitende, welche sich zu Austausch und Kaffee in der Küche treffen. Einige Coaches haben sich mit Literatur aus der Bibliothek eingedeckt, um die Phase der «ausserordentlichen Lage» zu überbrücken.

Mit den Teilnehmenden waren wir regelmässig online in Kontakt. Die Mitarbeitenden der Informatik haben vorausschauend die Wichtigkeit der Digitalisierung erkannt und die nötigen Massnahmen zeitnahe umgesetzt, sodass wir über Microsoft Teams weiterhin den Austausch mit den Teilnehmenden wie auch mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen pflegen konnten.

Was mich besonders stolz macht: Die Coaches haben vom ersten Tag an neugierig und offen auf die neue Situation reagiert. Sie probierten die neuen Möglichkeiten mit Microsoft Teams aus und unterstützten sich gegenseitig. Auf dieser Grundlange konnten neue Teilnehmende im Online-Intake zum Abklärungsgespräch und anschliessend zeitnahe zum Online-Eintritt eingeladen werden. Die Coaches begleiten die Teilnehmenden seither online. Netzwerken und Austausch sind dabei wichtige Elemente. Deshalb haben die Coaches mit ihren Teilnehmenden Online-Netzwerkgruppen gebildet. Auch die FAU-Seminare wurden für online angepasst und werden von den Teilnehmenden rege besucht. Inzwischen sind die Coaches noch neugieriger und probieren verschiedene Medien aus, um im Coaching sowie in den Online-Seminaren noch professioneller aufzutreten.

Meine Rolle als Bereichsleiterin ALV Projekte habe ich von einem Tag auf den anderen übernommen. Mein langjähriger Coach-Kollege und Interims-Bereichsleiter konnte mich nicht in meine neuen Aufgaben einführen, da er nach seinen Skiferien schwer an Covid erkrankte und über Monate im Spital und in der Reha betreut werden musste. Die Ungewissheit über seinen Gesundheitszustand war für das ganze Team belastend. Wir hofften mit ihm und sendeten gute Gedanken der Genesung. Mit seinem langjährigen Wissen fehlte er mir sehr als Sparringpartner. Mir wurde bewusst, wie wertvoll eine strukturierte Einarbeitung in eine neue Position ist. Inzwischen habe ich viel dazugelernt und lerne weiterhin jeden Tag Neues. Ich fühle mich von meinen Geschäftsleitungskolleginnen und -kollegen sowie meinem Team sehr unterstützt.

Im März 2021 hat sich die neue Geschäftsleitung während zweier Tage mit externer Begleitung über Zusammenarbeit, Strategie und Projekte auseinandergesetzt und die Ergebnisse den Mitarbeitenden präsentiert.

Bericht: Bettina Hollenstein

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