FAU-Tag 2009

FAU-Tag 2009: Netzwerke – Türöffner für die Zukunft?!

Mit über 240 Teilnehmenden – Mitglieder und Teilnehmende von FAU und «der arbeitsmarkt», Vertreter des Seco und der Kantone sowie Projektpartner des FAU – war der FAU-Tag 2009 so gut besucht wie noch nie. Motto des Tages waren Netzwerke und die damit verbundene Frage, ob diese Türöffner für die Zukunft sind. Nach der offiziellen Begrüssung durch FAU-Geschäftsleiterin Susann Mösle-Hüppi ergriff Benedikt Weibel das Wort und zeigte in seinem Impulsreferat auf, wie wichtig Networking ist. Ohne Netzwerke hätte Weibel, ehemaliger SBB-Chef, Delegierter des Bundesrates für die Euro 2008 und heute Dozent am betriebswirtschaftlichen Departement der Universität Bern, nie eine solche Karriere machen können. In seinem Referat erzählte Weibel aus dieser beruflichen Laufbahn und unterhielt das Publikum bestens mit der einen oder anderen Anekdote – etwa, dass erfolgreiches Netzwerken auch frühmorgens beim ungezwungenen Kaffeeplausch stattfinden kann.
In der anschliessenden Podiumsdiskussion gaben die Teilnehmer ihre persönlichen Erfahrungen mit Netzwerken weiter – Erfahrungen, die auch im Publikum auf Anklang stiessen und zur Nachahmung anregten. Theo Biedermann vom Business-Netzwerk «Xing» beispielsweise hob die Wichtigkeit von persönlichen Kompetenzen hervor, was er unter der Formel «Persönliches zählt, Geschäftliches ergibt sich» zusammenfasste.
Kommunikationsfachfrau Barbara Urfer Wyss, Präsidentin der Business Professional Women (BPW) Zug, zeichnete das Bild einer Spinne, die beim wortwörtlichen Netzwerken systematisch vorgeht und sich nach getaner Arbeit in der Mitte ihres Netzes ausruhen kann. Dass erfolgreiches Netzwerken auch im wohltätigen Bereich unerlässlich ist, zeigte Hugo Wölfli vom Serviceclub Kiwanis anhand eines konkreten Beispiels: Mit Mitgliedern befreundete Künstlerinnen und Künstler stellten für eine Auktion Bilder zur Verfügung. Der Erlös ermöglichte schliesslich die Lancierung der Kinder-Spitex in der Ostschweiz.
Reto Gertschen vom Solothurner Kantonal-Fussballverband hob nicht nur den Sport als geeignetes Feld für Netzwerkaktivitäten hervor, sondern wies auch auf die Neugier als wichtige Eigenschaft hin: Damit werde Partnern Wertschätzung entgegengebracht. Anton Bolliger, Fachbereichsleiter Arbeitsmarkt bei der Abteilung Wirtschaft und Arbeit der Berner Volkswirtschaftsdirektion, konnte aus 13 Jahren Auslandaufenthalt bestätigen: Netzwerke helfen auch Brücken zu schlagen, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen. Dass Netzwerken aber nicht nur profitieren bedeutet, darauf wies Tobias Lehr von der Online-Community «Atizo» hin: Es sei auch Fleiss gefragt, und gerade durch wirtschaftliche Netzwerke müsse man sich erstmal durchbeissen.
Nach der Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmenden des FAU-Tages Gelegenheit, die Projekte und Aktivitäten der Podiumsreferenten genauer kennen zu lernen. Abgerundet wurde der FAU-Tag 2009 mit einem Apéro, der – ganz dem Motto des Tages entsprechend – als Netzwerk-Apéro aufgegleist war: Sämtliche Teilnehmenden bekamen zu Beginn der Veranstaltung ein Set mit persönlichen Visitenkarten, um das Netzwerken gleich in Angriff zu nehmen und sich so die eine oder andere Tür für die Zukunft zu öffnen.

Text: Michael Helbling, Fotos: Ruedi Lehner

© FAU Fachverein Arbeit und Umwelt